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Die französische Textilindustrieerfindet sich neu: technischeStoffe

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Der Textilmarkt in Frankreich entwickelt sich zunehmend weiter und bietet spanischen Unternehmen weiterhin bedeutende Geschäftsmöglichkeiten.

In Frankreich besteht der Sektor derTextil- und Bekleidungsindustrie weitgehend auskleinen und mittelständischen Unternehmen. Dieser Industriezweig spielte schon bei der industriellen Revolution im 19. Und 20. Jahrhundert eine Schlüsselrolle. Heute erlebt die Textilindustire allerdings einen deutlichen Rückgang in ganz Europa.Durch den Konkurrenzdruck durch das Ausland, hat  sicher der Produktionsprozess radikal verändert: Design, Innovation, Personalisierung und Marketing gewinnen immer mehr an Bedeutung. DieTextilindustriebenötigtjetztmehr Fachkräfte, welches in der Lage ist Änderungen schnell durchzuführen und sich den neuen Anforderungen und Prozessen anzupassen, um neue Produkte zu entwerfen, die nach und nach immer technischer werden.

Trotz derschwierigen Lage bleibtFrankreichhinterItalien und Deutschland das drittstärkste Landin der TextilindustrieEuropas, mit einemGeschäftsvolumen von12% und einer Beschäftigung von 10%.

Mode,Luxusgüter, Technologie, nachhaltige Entwicklung… für dieFranzosen ist jedes dieser Produkte zu nutzen, um neue Kunden zu gewinnen. Dieses Verhalten wird daher als kreative Wirtschaft bezeichnet.

Die nationale Produktionfokusiert sich hauptsächlich auf innovative und hochwertige Produkte, wie beispielsweise technische Textilien, die das Premiumproduktin Frankreichsind und einen Marktanteil von15%erreichen. Man versuchte die Fasern, insbesondere den Flachs zu verbessern, da Frankreich 70% der europäischen Flachsproduktion abdeckt.

Derzeit ist die Frankreich der zweitgrößte Hersteller von geosynthetischen Waren in Europa und belegt den ersten Platz in der agrarindustriellen Forschung.

Die Hauptregionen der französischen Textilhersteller sind Nord-Pas-de-Calais i  Rhône-Alpesmit 46% der Beschäftigten im Textilsektor sowie Champagne-Ardenne, Alsace, Lorraine, Picardy, Midi-Pyrénéesundl’Ille de France.

In der französischenTextilindustriegibt es eineVielzahlvonOrganisationen, wieL’InstitutFrançais de la Mode (IFM),Union Française des Industries de l’Habillement (UFIH), La Fédération de la Maille, l’Institut français du textile et de l’habillement (IFTH), Comité de développement et de promotion de l’habillement (DEFI). Diese Organisationen sind mittlerweile unerlässlich, da sie Netzwerke bilden, Erfahrungen austauschen und Allianzen stabilisieren.

Nicht zu vergessen ist, dass die wichtigsten Textilmessen seit Jahren mit großem Erfolg in den französischen Städten, wie Paris,Lille undLio, stattfinden. Internationale Messen, welche alle Stufen der Produktionskette abdecken, finden verstreut über den Globus, zum Beispiel in den USA, Japan oder China statt.

Der Frauenanteil (48%)der Beschäftigten in der Textilbranche ist viel höher verglichen mit der Fertigungsindustrie (28%). Diese Tendenz ist bei traditionellen Textilien (44%) stärker ausgeprägt als auf dem Gebiet der technischen Textilien (39%).

Obwohl eine große Anzahl von Frauen im Textilsektor beschäftigt ist, wird nur ein Drittel von ihnen ausgebildet. Frauen erhalten niedrigere Löhne als Männermit gleichen Qualifikationen, was in der Fertigungindustrie weit verbreitet und in der Textilbranche allerdings noch stärker ausgeprägt ist: Frauen erhalten nur 70% der gezahlten Löhne ihrer männlichen Kollegen.

Das Durchschnittsalterder Beschäftigtenin der Textilindustrieist relativ hoch.Die Zahl der Beschäftigtenüber 40 Jahreerhöht sich, währenddie Zahl der Arbeitnehmer unter30Jahren immer geringer wird. Es findet nur wenig Personalaustausch statt, da die Mitarbeiter für lange Zeit im Unternehmen bleiben (jeder zweite bleibt für mehr als 10 Jahre im gleichen Unternehmen) und auch innerhalb eines Unternehmens nur selten ihren Arbeitsplatz wechseln.

Zurück zu den technische Textilien: Laut Definition der Dirección General de Empresa (DGE) (Handelskammer), „sind technische Textilien Textilmaterialien oder -elemente mit technischen Leistungsfähigkeiten und funktionellen Eigenschaften, die über die ästhetische oder dekorative Qualitäten verfügen“. Daher unterscheidet sichder technischen Textilsektor vom traditionellen und bietet neue Lösungen für andere Branchen, wie Medizin, Transport, Geotextil, Bau und Umwelt.

Beschreibung der Märkte und Ihren Anforderungen:

  • Agrotech: Landwirtschaft, Aquakultur, Gartenbau und Forstwirtschaft
  • Buildtech:Gebäude und Konstruktion
  • Clothtech: technische Komponenten zu Kleidung und Schuhen
  • Geotech: Geotextilien für Gartenkunst und öffentliche Bauten
  • HOMETECH:technische Komponenten für Möbel, Haushaltstextilien und Bodenbeläge
  • Indutech: Filter, Transport, Reinigung und andere industrielle Anwendungen
  • Medtech: Hygiene und Medizin
  • Mobiltech: Automobile, Transport, Bahn, Luft- und Raumfahrt
  • Oekotech: Umweltschutz
  • Packtech: Verpackungen
  • Protech: Schutz von Personen und Eigentum
  • Sporttech: Sport und Freizeit

Das Wachstum der technischen Textilbranche hängt ab von der Forschungund Entwicklung neuer Anwendungen und von der Berücksichtigung der nachaltigen Entwicklung dieses Arbeitsbereiches.

Bei der Markteinführung der Produkte gibt es einen großen Unterschied zwischen der klassischen und der technischen Textilindustrie: im Kern der Textilindustrie, im Bereich der  Mode und Kleidung, sind es die Hersteller, die die Verbraucher versorgen, indem Sie bei ihnen zeitgleich Nachfrage und Bedürfnisse wecken oder direkt dem Modetrend folgen. Mit anderen Worten zu gesagt, passen sie ihre Strategien an den Markt an.

Die technischen Textilprodukte werden dahingegen auf Basis ihrer Funktionalität entworfen, gekauft und verwendet. Diese müssen den individuellen Kundenwünschen entsprechen. Die Nachfrage entsteht daher auf dem Markt.

Vier europäische Länder verbrauchen ungefähr die Hälfte aller in Europa produzierten technischen Textilien: Deutschland 14%, Frankreich 12%, Vereinigtes Königreich 10% und Italien 9%.

2004 gründeten Euratex, Textranet und AUTEX, drei europäische Organisationen die sich haupsächlich der Textilforschung und der Technologieentwicklung widmen, die „Technologische Plattform für die Zukunft von Textilien und ihrer Herstellung in Europa“ mit dem Ziel bis 2020 die drei Hauptpunkte bezüglich der Produktion zu verbessern:

-Stärkere Betonung der Produktion von Spezialgütern mit einem höheren Mehrwert

-Mehr Aufwand für Forschung und Entwicklung von neuen Textilprodukten.

-Abkehr von der Massenproduktion und Näherung an kundenorientierte Produktion.

Quellen:
Datenerhebung aus der Studie realisiert durch Fashion.net, ORT France, Education Formation y Leonardo da Vinci, Education et Culture.