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Frankreichs Markt für Soßen und Dips, mit Fokus auf Tomatensoßen und Ketchup

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Über die Realisierung von Studien über Ihren Unternehmenssektor, helfen wir bei ITC Ihnen den geeigneten Markt für Ihr Exportvorhaben zu finden und Diesen besser kennenzulernen.

1. Allgemeine Daten

Seit dem Jahr 2005 zeigt sich der Markt für Tomatensoßen stabil. Um eine Stagnation oder einen Abwärtstrend am Markt zu verhindern, versuchen Fabrikanten ihre Tomatensoßen immer mehr aufzuwerten. Hieraus resultieren neue Variationen, wie zum Beispiel Produkte, die garantiert ohne Konservierungsstoffe sind, die nicht genmanipuliert sind und, die ohne künstliche Farbstoffe hergestellt werden. Jedes Jahr erscheinen auf dem französichem, sowie auf dem weltweiten Markt, neue innovative Rezepte für Tomatensoßen. An dieser Stelle ist auch anzumerken, dass sich der Markt hin zum Originellen und Modernen entwickelt, was auf die Nachfrage der Konsumenten zurückzuführen ist, die nach einem authentischen und immer mehr auch nach einem Gourmet-Produkt verlangen und dabei aber nicht den Aspekt der Gesundheit missen wollen und zum Beispiel nach „Light“ – oder „Bio“ – Produkt fragen.

2. Tendenzen und Entwicklungen am französichen Markt

In der Periode 2013/14 ist das Marktvolumen für Gewürze und Salatsoßen um 0,8% gewachsen und deren Umsatz um 4,3% gestiegen. Im Jahr 2014 hatte der Markt für kalte Soßen ein Volumen von 415 Millionen Euro, was einem Wachstum von 5,1% im Vergleich zum Jahr 2013 entspricht.

Die großen „Klassiker“ auf dem Markt, wie Mayonnaise und Ketchup, sind die am meisten konsumierten Produkte mit einem jeweiligen Marktanteil von 36% und 28%. Soßen sind immer mehr gefragt und genauso verhält sich auch der Markt für Soßen bestimmter Geschmacksrichtungen wie Kebapsoßen, Barbecuesoßen oder japanischen Soßen, deren Umsatz um 7,8% und deren Absatz um 9,5% im Jahr 2013 gestiegen sind.

Die Entwicklung des Marktes für kalte Soßen von 2013 bis 2014 zeigte sich folgendermaßen:

Marktanteil in Mio € Entwicklung 2013/14
Salatsoßen 74,6 3,4%
Ketchup (scharf) 4,3 15,1%
Ketchup (leicht) 3,9 -2,8%
Ketchup (natürlich) 70,4 1,1%
Soßen in bestimmten Geschmacksrichtungen 111,1 7,8%
Mayonnaise 150,7 6,0%

Was die warmen Soßen betrifft sind die Tomatensoßen, mit einem Umsatz von 324 Millionen Euro im Jahr 2012, die umsatzstärksten Soßen am Markt. In Frankreich werden jedes Jahr 100.000 Tonnen an Tomatensoße verkauft, was 3,2 kg pro Kopf entspricht. Dabei stehen die Bolognese-Soßen ganz oben in der Liste der Tomatensoßen.

Es sei ferner daraufhin gewiesen, dass Frankreich einen großen Teil seines Ketchups und seiner  Tomatensoßen importiert: laut den Daten von 2013, werden etwa 45% der Soßen aus Spanien und etwa 20%  der Soßen aus Italien importiert.

Das Wachstum und eine gewisse Dynamik am Markt machen sich vor allem im Segment der kalten Soßen bemerkbar. Dies ist auf ein Anstieg der Einkaufshäufigkeit, auf die Gewinnung neuer Konsumenten und auf einen gewissen Genußfaktor zurückzuführen.

3. Struktur des Sektors in Frankreich

Innerhalb des Sektors der Gewürzsoßen und bezugnehmend auf die Verschiedenheit seiner Produkte stellt der Sektor der Handelsmarken die Mehrheit an Produkten (38%), gefolgt von nationalen Marken (33%), Discountern (13%), Gastronomie (12%) und den Handelsmarken höherer Preisklassen (4%).

Im Bezug auf regionale Marken setzt sich der Sektor hauptsächlich aus drei großen Fabrikanten (Panzani mit einem Anteil von 42,6% weiter Barilla mit einem Anteil von 14,1% und Sacla mit anteilig 8,8 %) sowie vielen kleinen Lieferanten zusammen.

4. VertriebundzentraleBeschaffungsstellen

Aktuellwird der MarktimSektor des Lebensmitteleinzelhandelsvorallem von großenEinzelhandelsgruppen (Hyper- undSupermärkte) undweniger von HardDiscountsdominiert.

Demzufolgekonzentriertsich der Lebensmitteleinzelhandel in Frankreich in siebengroßeEinzelhandelsgruppen: Carrefour, Auchan, Leclerc, Casino, Intermarché, Système U und Cora. Zusätzlichist die wichtigeundwachsendePräsenz der deutschenHardDiscountsLidl, Aldiund Normanichtunerheblich.

Einesehrgroße Rolle spielen die zentralenBeschaffungsstellenimLebensmitteleinzelhandel, welcheimmermehranBedeutunggewinnen. IhreHauptfunktionenliegen in der Produktuntersuchung, der Lieferantensucheund der Verhandlung der Beschaffungsbedingungen. In Frankreichgibt es einigezentraleBeschaffungsstellen, die Super- undHypermärktebeliefernunddabei die Regionalitätberücksichtigen. Daherpassiert es oft, dassUnternehmenverschiedenerKetten von der gleichenregionalenBeschaffungsstellebeliefertwerden.

Jede zentraleBeschaffungsstelleverhandelt die KaufbedingungenallerodereinerbestimmtenAnzahl der Produkte, die von einerodermehrerenBeschaffungskettenkommen. Jede KettehatihreeigeneVorgangsweisefür den Einkauf. ImAllgemeinenhat der BeschaffungsvorgangdreiPhasen: die Lieferantenfindung, die Angabe der Produktreferenzund die Auftragserteilung. Der gewährteZahlungsaufschubder LieferantenliegtimDurchschittbei 60Tagen, welcherimVereinigtenKönigreichund in Deutschlandlängeraber in ItalienoderSpanienkürzerist.

 5. MöglicheEinfuhrbarrieren in den französischenMarkt

Was die Handels- undZollbarrieren des Exportsinnerhalb der EuropäischenUnionangeht, gibt es keinefestgelegtenBeschränkungen (Gebühren, Zölle etc.). Trotzdemkannbestätigtwerden, dasssicheineReihe von Merkmalenfürspanische Firmen, die in den französischenMarkteindringenmöchten, alsHinderniserweisen.

Von den genannten Barrieren sindfolgendebesondersnennenswert:

  • Die SchwierigkeitexistierendeLieferantenimneuenMarktmiteinzubinden
  • Die KonsequenteErfüllung der Marktanforderungen
  • Die Nutzung der in Frankreich am weitestenverbreitetenZahlungsmittel: Schecks (fürnationaleZahlungen) undBanküberweisungen (60 TagefürinternationaleZahlungen)
  • Die Verwendung der französischenSprachezurKommunikation: Bei der Gründung von GeschäftsbeziehungenmitUnternehmenbringt es einenwichtigenstrategischenVorteilwennmanfranzösischspricht
  • Der Entwurfund die Veröffentlichung von Katalogenauffranzösisch
  • Das hoheInformationsniveau der französischenKäufer: Diese sindüber die neuenTrends in diesemSektorinformiertundkennensichgutmit der nationalenundsogarmit der internationalenNachfrageaus.
  • Die Relevanz der Transportlogistik
  • Das Identifizieren, AuswählenundBesetzen von Marktnischen: Der französische Marktistein reiferundgesättigterMarkt, das heißt, es bestehteine enorme KonkurrenzundeinstarkesAngebot von Fertigmahlzeiten.

Bei der Ausarbeitung der eigenenStrategiefür den Eintritt in den französischenMarktempfehlenwir diese Faktoren in Betrachtzuziehen.

Es solltebetontwerden, dassFrankreicheineVorreiterrolleimVertrieb der Handelsmarke (Eigenmarke) spieltund in vielenFällenhaben es ausländischeUnternehmenleichterüber diesen Kanal, der beigroßenfranzösischenSupermarktkettensehrstarkentwickeltist, in den Markteinzutreten. Es istoffensichtlich, dass die spanischenUnternehmeneinerseitsdie geltendenQualitätsnormenerfüllenundGeschmacksowieVerpackung des Produktesan den Kundenanpassenmüssen, andererseitsjedoch, bedeutetdieseineerheblicheEinsparunganKostenfür Marketing undWerbung, die auf Lasten des Endverbrauchersgehen.

BeimThema der Verpackungist es jedenfallswichtigzuerwähnen, dass die Verpackungnichtnuran die EU-Regelungenangepasstwerdenmuss, sondernauchan die strengenGesetze zum Gebrauch der französischenSprache (LoiToubon).

InteressanteMessen:

SIAL – Salon International de l’Agroalimentaire (internationaleLebensmittelmesse),www.sialparis.com

Salon International de l’Agriculture, www.salon-agriculture.com

MDD Expo, www.mdd-expo.com

Quellen:

- Fabrication de condiments et assaisonnements, Panorama des industries agroalimentaires, ed. 2014

- Les condiments & assaisonnements, Master Agroalimentaire Régional 2010/11, Univ. De Lille

http://www.lsa-conso.fr/
www.marketing4innovation.com/…/sauces_tomates_