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Lebensmittel in Deutschland

Die 82 Mio. Einwohner Deutschlands machen den Lebensmittelsektor zu einem der größten in Europas. Die Vielfältigkeit und Mobilität der Bevölkerung führt zu einem zunehmenden Interesse für exotische Produkte und Produkte fremder Länder. Neben diesen, sind es a) tiefgekühlte oder servierfertige Produkte, b) funktionelle oder gesunde Produkte und c) organische Produkte, die den größten Zuwachs aufweisen.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) bestätigte einen Anstieg von 3% im Jahr 2012, eine Zeitperiode, in der die meisten Länder Europas einen Rückgang verzeichneten. Dieses Wachstum bleibt im Jahre 2013 in den oben erwähnten Bereichen erhalten.

 Fünf große Einzelhändler dominieren in Deutschland den Lebensmittelhandel mit einer Marktquote von ca. 75%, laut einer Statistik aus 2011. Die sogenannten „low cost“- Supermärkte  (Lidl, Aldi, etc.), verfügen über ein reduziertes Produktsortiment, meist mit einer Eigenmarke und geringeren Preisen. Sie repräsentieren einen Markanteil von ca. 41%, wobei einige von ihnen in der Liste der „Großen 5“ vertreten sind.

Nur wenige der deutschen Einzelhändler importieren direkt aus anderen Ländern. Eine Versorgung durch Vertriebszentralen bzw. Distributoren, die sich auf den Import von Lebensmittel spezialisiert haben, wird meist bevorzugt. Im Allgemeinen spezialisieren sich diese  Distributoren auf ein festgelegtes Produkt oder eine Produktgruppe von Speisen und Getränken, einige befassen sich sogar ausschließlich mit dem Import aus einem bestimmten Land oder einer Region.

All diese Vertriebszentralen besitzen fundierte Kenntnisse über die Dienstwege des Imports, die Erlangung von Gesundheitszertifikaten und notwendigen Nährstoffen, sowie den Vorschriften zu Etikettierung und Verpackung. Die vorgeschriebene Etikettierung in deutscher Sprache sollte von den Unternehmen anderer europäischer Länder zunächst erfragt werden, bevor erste Taten in diesem Land folgen. Jene Großhändler übernehmen weiterhin den Transport, die Formalitäten bezüglich Einfuhrzöllen, sowie Einlagerung und Vertrieb der Ware innerhalb des Landes. Für europäische Exporteure ist es sehr empfehlenswert, mit einem lokalen Handelsvertreter zusammenzuarbeiten, welcher das Produkt direkt und bedarfsgerecht in seiner Marktnische platzieren und die Verantwortung für eine wirksame Werbung auf dem deutschen Markt übernehmen wird.

Wie bereits erwähnt, nehmen alle Verkaufsstellen von Lebensmitteln spezialisierte Dienste von Distributoren und Einzelhändlern für ihre Versorgungslogistik in Anspruch. Dennoch steht in einigen Fällen eine solche Supermarktskette auch in direktem Kontakt mit dem Lieferanten im Ausland, überträgt jedoch anschließend die logistischen Tätigkeiten bezüglich Import und Vertrieb in Deutschland auf ein Unternehmen ihres Vertrauens, vor allem, wenn es sich um kleinere Zulieferer handelt.

Von besonderem Interesse für Unternehmen des Lebensmittelbereichs, sind sektorspezifische Ausstellungen. Die Teilnahme an Nahrungsmittelmessen hilft unter Umständen, mit einem für ihr Produkt geeigneten Distributor in Kontakt zu kommen. Zu den interessanten Messen in Deutschland zählen wir: ANUGA, Internationale Grüne Woche Berlin oder BioFach, die über eine unverbesserliche Reputation bei den internationalen Experten verfügen. Sie bieten eine optimale Gelegenheit, für den direkten und persönlichen Kontakt mit den Importhändlern, Großhändlern oder Vertriebspartnern in Deutschland.