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Die Modebranche in Frankreich hat sich gut behauptet

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ITC bestitzt reichlich Erfahrung in der internationalen Vermarktung in der Mode- und Schuhbranche

Die Modebranche, die Bekleidung, Schuhe, Unterwäsche und Accesoires miteinschließt, hat der Krise in den letzten Jahren gut standgehalten.

Trotz schwächerer Wirtschaft, höherer Arbeitslosigkeit und niedrigeren Haushaltseinkommen, hat der Bekleidungs- und Schuhsektor einen leichtes Wachstum von 0,08% zwischen 2009 bis 2014 verzeichnet.

Mit dem Anstieg des Durchschnittsalters in Frankreich sind die älteren Kunden bereit mehr für lebensnotwendige Produkte auszugeben und in der Lage ihre Ausgaben besser zu beobachten. Die Tatsache hingegen, dass der Kunde die Möglichkeit hat aus einer breiteren Produktpalette mit niedriegen Preisen auszuwählen, trug dazu bei die Bekeidungs- und Schuhbranche zu versorgen.

Darüber hinaus ist Frankreich ein weltweites Ziel für Luxusbekleidung und jeder Umsatzrückgang bei allgemeiner Bekleidung wird zum Großteil durch den Verkauf von Lukusbekleidung kompensiert, vor allem an Touristen und an Personen aus den sozialen Schichten mit hohem Einkommen.

Zwischen 2014 und 2019 wird in der französischen Bekleidungsindustrie ein jährliches Umsatzwachstum von  0,6%  erwartet. In der Schuhbranche wird mit einem Wert von 1,2% gerechnet.

Im Jahr 2013 gaben die Franzosen circa 28,3 Milliarden Euro für Kleidung aus. Folglich kann man daraus schließen, dass der Modesektor seine Nische im Markt beibehalten wird. Doch wie ist das zu erklären?

Im Wesentlichen dank dem Franchisemodell, dass sich erfolgreich auf dem Markt bewiesen und erweitert hat. Das Franchising bietet eine Vielzahl von neuen Artikeln mit niedrigen Preisen, welche aufgrund der optimisierten Herstellungs-, Transport- und Logistikkosten möglich sind.

Laut Angaben der Federación Française de la Franchise (französischer Franchising Verband), aktivierten die Mode- und Schuhbranche und die Accesoires im Jahr 2013 insgesamt 356 Netzwerke (6 mehr als in 2012) mit 3.410 Franchisenehmern (439 mehr als in 2012). Insgesamt erwirtschafteten sie einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro.

Laut Angaben des französischen Modeinstituts (IFM) wurde der französische Markt in den letzten 25 Jahren von Einzelhändlern dominiert. Mittlerweile hat sich dies grundlegend verändert. Die Ketten spezialisierter Bekleidungsmarken sind Marktführer mit einem Marktanteil von 27%, gefolgt von unabhängigen Bekleidungsgeschäften (16,4%), Hyper- und Supermärkten (13%), großen Bekleidungshäusern in der Peripherie( 12,1%), Versandhändlern (7,1%), Sportgeschäften (7%) und Kaufhäusern (5,7%). Die übrigen Anteile findet man bei Online-Händlern, Märkten und Messen. Diese Daten bringen eine starke Veränderung der Vertriebswege der letzten zwei Jahrzehnte zum Ausdruck. Dieser Wandel hat immer noch Auswirkungen auf den Markt und kann folgendermaßen beschrieben werden: Früher war der Weg der Produkte stufenweise: vom Hersteller zum Großhändler und daraufhin vom Großhändler zum Einzelhändler. Heutzutage ist es ein linearer Prozess: Auf Entwicklung folgen  Herstellung und Verkauf. Dieses neue Modell nach dem Prinzip „Alles in Einem“ entwickelte sich, um den Verkauf zu beschleunigen. Die Sommer- und Winterkollektionen haben sich heute in beinahe monatliche Kollektionen transformiert. Diese Veränderung  entspricht den Präferenzen der  Modeliebhaber, deren Einfluss stetig gestiegen ist. Der Preisverfall in der Mode ist zu großen Teilen auf sie zurückzuführen.

Allgemein gab es eine Entwicklung der Marken in zwei Richtungen. Auf der einen Seite gibt es Ketten, die in der Peripherie auf großen Flächen ausstellen (Gemo, Kiabi, La Halle, Vet’Affaires) und auf der anderen Seite Ketten, die sich auf Geschäfte in Stadt- und Einkaufszentren spezialisiert haben (Camaïeu, Celio, DPAM, Zara, H&M). Innerhalb dieser zwei Ansätze haben sich einige Firmen für eine Hyperspezialierung entschieden (Frauen-, Herren- oder Kindermode) ,während andere sich entschieden, ein breites Sortiment für die ganze Familie anzubieten. Diese Strategien werden stets spezifischer auf die Wünsche der Kunden angepasst.

Im Laufe des Jahres 2014 waren die folgenden Franchisemarken die wachstumsstärksten:

Esprit mit 1000 neuen Filialien, Skechers mit 800. Darauf folgen Sur Express mit 140, Águla mit 80, Sepia mit 66, Mexx mit 40, Karl Marc John mit 40 und Labonal mit 4 neuen Geschäften.

ITC besitzt reichlich Erfahrung im französischen Modemarkt, daher können unsere Handelsexperten beim bestmöglichen Markteintritt beraten. Sei es mit Hilfe der besten Handelsvertreter der Branche, über Vertriebspartner oder direkt über Ketten und spezialisierte Geschäfte.

Quelle: Dominique André-Chaigneau, Toute la Franchise ©